App zur Erfassung von Zeckenvorkommen

App zur Erfassung von Zeckenvorkommen

Zecken haben sich in den vergangenen Jahren in immer höher gelegeneren Gegenden angesiedelt und bieten somit eine Gefahr für Mensch dar. Nicht nur für FSME (Frühsommermeningoencephalitisitis), sondern auch Borrelien (hierfür gibt es noch keine Impfung – allerdings eine antibiotische Therapie). Je früher man die Krankheit erkennt und behandelt, desto geringer ist das Risiko eines schweren Verlaufes. Auch andere, weniger bekannte Krankheitserreger wie Anaplasmen, Rickettsien (beides Baktieren) und Babesien (Parasiten) können von einer Zecke auf den Menschen übertragen werden.

Nicht nur die Jägerschaft, sondern auch Landwirte und auch Sportler zählen zu den Hochrisikogruppen für Zeckenstiche und zeckenassoziierte Infektionen. All jene, die einen Hund oder eine Katze besitzen, greifen immer früher und sogar in Gegenden, wo vorher keine Zecken waren, zur Zeckenzange.

Was soll man melden?

Zeckenbefall am Wild, an eigenen Hautieren und auch Zeckenstiche bei sich selbst. Letzteres ist besonders wichtig, da man so nicht nur die generelle Aktivität von Zecken in einer bestimmten Region erfasst, sondern diese auch mit dem Stichrisiko beim Menschen korrelieren kann.

Daher bitten wir die gesamte Bevölkerung die App auf das Handy zu laden, sämtliche Zeckenfunde an sich selbst, am Hund bzw. Katze, am erlegten Wild wie Reh, Hirsch und Gämse über die App einzumelden. 

Die Anmeldung und die App ist kostenlos und ist nicht personenbezogen, erfolgt über die Handynummer und einem gewählten Passwort und schon kann es los gehen.

Über die App werden folgende Daten erfasst:

GPS-Koordinaten der Fundortstelle

Auswahlmöglichkeit: Reh, Hirsch, Gämse, Hund, Katze, Mensch

Anzahl der Zecken

Ein Foto der Zecke

Fundort (Vulgoname des Fundortes – dient als Überblick für den Nutzer selbst)

Anhand der App kann man auch auf die ArcGIS-Karte einsehen, in welcher die Zeckenfunde dargestellt sind.

Ungewöhnliche Zecken sollte man fotografieren und das Bild per mail oder SMS ans Labor senden. Handelt es sich möglicherweise um eine exotische Art (wie zuletzt Hyalomma rufipes in Osttirol) werden wir sie bitten, uns die Zecke zu schicken damit wir sie genauer untersuchen und bestimmen können.

Wer wissen will, ob die Zecke Krankheitserreger enthält und ob eine frühzeitige Therapie sinnvoll ist, kann über die Projektseite www.zeckencheck.at einen „Zeckenkit“ bestellen und die Zecke einsenden. Sie wird dann auf die in Tiroler zecken vorkommende Pathogene untersucht und der Patient über das Resultat sowie allf. notwendige Therapien informiert.


    








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App zur Erfassung von Zeckenvorkommen (217 KB) - .PDF